Bänder, Kanäle, Sendeleistung, Sicherheit und Performance, so wird das Funknetz stabil.
2,4, 5, 6 GHz: der Kompromiss aus Reichweite und Durchsatz.
WLAN nutzt drei Bänder. Grundregel: je höher die Frequenz, desto mehr Durchsatz, aber weniger Reichweite und Wanddurchdringung.
Praxis: 2,4 GHz nur für Abdeckung und Legacy-Geräte betreiben, den Hauptverkehr auf 5 GHz (und 6 GHz, wo vorhanden) legen.
Die wichtigste Stellschraube gegen Interferenz, besonders auf 2,4 GHz.
Im 2,4-GHz-Band überlappen sich benachbarte Kanäle. Nur die Kanäle 1, 6 und 11 sind überlappungsfrei. Alles andere (2–5, 7–10) erzeugt Co-Channel-Interferenz und verschlechtert das gesamte Band, auch für die Nachbarn. Deshalb hier immer 20 MHz Kanalbreite und ausschließlich 1/6/11 verwenden.
| Band | Kanalbreite | Kanäle (DE) | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 2,4 GHz | 20 MHz | 1, 6, 11 | Pflicht, nie 40 MHz |
| 5 GHz | 20 / 40 MHz | 36–48 (nicht-DFS) | Robust, dichte AP-Umgebung |
| 5 GHz | 80 MHz | 52–140 (DFS) | Nur wenige APs, DFS beachten |
| 5 GHz | 160 MHz | DFS-abhängig | Selten sinnvoll, zu wenig freie Kanäle |
| 6 GHz | 80 / 160 MHz | viele (PSC-Kanäle) | Großzügig, Spektrum ist frei |
Eine größere Kanalbreite (40/80/160 MHz) erhöht den maximalen Durchsatz eines einzelnen Clients, verbraucht aber mehr Spektrum und erhöht die Kollisionswahrscheinlichkeit mit anderen APs. In Umgebungen mit mehreren Access Points gilt: lieber schmalere Kanäle (20/40 MHz auf 5 GHz), dafür überlappungsfrei. Breite Kanäle lohnen nur, wenn genügend freies Spektrum vorhanden ist, also eher 6 GHz.
DFS (Dynamic Frequency Selection): Die Kanäle 52–140 teilt sich WLAN mit Radar. Erkennt der AP ein Radarsignal, muss er den Kanal wechseln, Clients trennen kurz. In der Nähe von Flughäfen/Wetterradar DFS-Kanäle meiden.
Mehr Leistung ist nicht mehr Abdeckung, Planung schlägt Watt.
Ein häufiger Fehler: die Sendeleistung („TX Power") auf Maximum stellen. Das vergrößert zwar die Reichweite des APs, aber die Clients (Handys, Notebooks) funken schwächer zurück, das Ergebnis ist ein „hörender, aber taubes Gegenüber". Zudem stören sich benachbarte APs auf demselben Kanal. Besser: mittlere Leistung, dafür mehr APs mit gezielter Abdeckung.
WPA3 statt Altlasten, und Gäste konsequent trennen.
Separates Gäste-WLAN: eigene SSID in einem isolierten VLAN, nur Internet, keine internen Netze (siehe UniFi Setup & VLAN). Client-Isolation aktivieren, damit Gäste sich nicht gegenseitig sehen.
802.1X (WPA-Enterprise): statt eines gemeinsamen Passworts authentifiziert sich jeder Nutzer/jedes Gerät einzeln über einen RADIUS-Server (z. B. Windows NPS). Vorteile: individueller Widerruf, kein „geleaktes" WLAN-Passwort, dynamische VLAN-Zuweisung. Für Unternehmensnetze ab mittlerer Größe empfehlenswert.
Kleine Einstellungen mit großer Wirkung auf die Luftschnittstelle.
Wenn das WLAN klemmt, die häufigsten Ursachen zuerst.