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Identität E-Mail Geräte Daten Monitoring

Identität

Der wichtigste Bereich — die meisten Angriffe zielen auf Konten, nicht auf Technik.

Pflicht-Maßnahmen

MFA überall — für alle Nutzer, phishing-resistent bevorzugt (Authenticator/FIDO2 statt SMS).

MFA für Admins zwingend und ohne Ausnahme (außer Break-Glass).

Legacy-Authentifizierung deaktivieren (POP, IMAP, SMTP AUTH, ältere Clients) — umgeht MFA.

Security Defaults oder Conditional Access aktiv — nie ganz ohne Basisschutz.

Privilegierte Rollen minimieren — weniger als 5 dauerhafte Global Admins, Least Privilege.

PIM (Privileged Identity Management) für Just-in-Time-Aktivierung von Admin-Rollen (P2).

Break-Glass-Konten eingerichtet, aus CA ausgenommen, überwacht.

Self-Service Password Reset (SSPR) aktiviert; Passwort-Rückschreiben bei Hybrid.

Gäste-/B2B-Zugriff geprüft und eingeschränkt (Berechtigungen für Einladungen begrenzen).

E-Mail

Exchange Online & Defender for Office 365 — die Haupteinfallstür Phishing schließen.

Defender for Office 365 & Mail-Schutz

Anti-Phishing-Richtlinien aktiv (Impersonation-/Spoof-Schutz, Mailbox Intelligence).

Safe Links — URL-Umschreibung und Zeit-des-Klicks-Prüfung für Mail, Teams, Office-Apps.

Safe Attachments — Anhänge in Sandbox detonieren, bevor sie zugestellt werden.

Voreingestellte Sicherheitsrichtlinien („Standard"/„Strict") aktivieren, falls keine eigenen Policies gepflegt werden.

Automatische Weiterleitung nach extern blockieren (Outbound-Spam-Richtlinie) — häufiger Datenabfluss nach Kompromittierung.

E-Mail-Authentifizierung (Anti-Spoofing)

SPF-Record für alle sendenden Domänen gesetzt und korrekt (-all oder ~all).

DKIM pro Domäne in Exchange Online aktiviert (Signatur mit Selektoren, DNS-CNAMEs veröffentlicht).

DMARC-Record veröffentlicht, gestartet mit p=none, dann Richtung quarantine/reject gehärtet — inkl. rua-Report-Adresse.

🔗
SPF, DKIM und DMARC prüfen Sie schnell mit dem SPF/DMARC-Checker im Wiki.

Geräte

Endpunkte verwalten und verschlüsseln — der Zugriff darf nur von gesunden Geräten kommen.

Intune-Compliance-Richtlinien definiert und über Conditional Access erzwungen.

BitLocker auf allen Windows-Geräten aktiv, Wiederherstellungsschlüssel in Entra hinterlegt.

Microsoft Defender (Antivirus/EDR) aktiv, Echtzeitschutz und Cloud-Schutz an.

Angriffsflächenregeln (ASR) zumindest im Audit-, besser im Block-Modus.

Mindest-OS-Versionen erzwungen; veraltete Geräte werden nicht-konform.

Firewall per Richtlinie aktiviert.

App Protection Policies (MAM) für BYOD/Mobilgeräte — Firmendaten selektiv löschbar.

Daten

SharePoint, OneDrive, Teams — Freigaben und Aufbewahrung im Griff behalten.

Externes Sharing in SharePoint/OneDrive auf das nötige Maß beschränken (z. B. „nur bestehende Gäste" oder Ablaufdatum für Links).

Anonyme Freigabelinks deaktivieren oder mit Ablauf und Nur-Ansicht versehen.

Aufbewahrungsrichtlinien (Retention) für Mail, SharePoint, OneDrive, Teams gesetzt.

Papierkorb/Versionierung geprüft — schützt gegen versehentliches/böswilliges Löschen (Ransomware).

DLP-Richtlinien für sensible Daten (Kreditkarten, Ausweise, IBAN) zumindest im Testmodus.

Vertraulichkeitsbezeichnungen (Sensitivity Labels) für Klassifizierung/Verschlüsselung, wo nötig.

Monitoring

Sichtbarkeit herstellen — was man nicht sieht, kann man nicht abwehren.

Einheitliches Überwachungsprotokoll (Unified Audit Log) aktiviert (in neueren Tenants standardmäßig an — prüfen!).

Warnungsrichtlinien (Alert Policies) aktiv, z. B. bei Massen-Downloads, verdächtiger Weiterleitung, Rollenänderungen.

Anmeldeprotokolle regelmäßig prüfen; bei P2 Identity Protection für Risiko-Signale nutzen.

Secure Score regelmäßig verfolgen und Empfehlungen abarbeiten.

SIEM-Anbindung (z. B. Microsoft Sentinel) für längere Aufbewahrung und Korrelation — je nach Größe.

Benachrichtigungen an Admins (Service Health, Message Center) auf eine überwachte Adresse.

📊
Microsoft Secure Score (Portal: security.microsoft.com → Secure Score) fasst den Sicherheitszustand des Tenants als Prozentwert mit konkreten, priorisierten Handlungsempfehlungen zusammen. Nutzen Sie ihn als Fortschrittsmesser: Ausgangswert festhalten, Maßnahmen dieser Checkliste umsetzen, Verbesserung über die Zeit dokumentieren. Ein steigender Secure Score ist der einfachste Nachweis, dass die Baseline greift.