Schritt-für-Schritt Checkliste für den Umzug von Exchange On-Prem zu Exchange Online.
Bevor es losgeht – diese Punkte müssen im Vorfeld geklärt sein.
Jeder Benutzer braucht eine Exchange-Online-Lizenz (z.B. Microsoft 365 Business Basic/Standard/Premium oder Exchange Online Plan 1/2). Lizenzen vorab im M365 Admin Center zuweisen.
Die E-Mail-Domäne (z.B. firma.de) muss im Microsoft 365 Admin Center verifiziert werden. Dazu wird ein TXT-Record im öffentlichen DNS angelegt.
Wie viele Postfächer? Shared Mailboxes? Verteilerlisten? Raum-/Ressourcenpostfächer? Postfachgrößen dokumentieren – Exchange Online hat standardmäßig ein 50-GB-Limit (100 GB mit E3/E5).
Synchronisiert lokale AD-Benutzer nach Azure AD. Voraussetzung für Hybrid-Setup. UPN-Suffix muss mit der E-Mail-Domäne übereinstimmen.
Autodiscover-CNAME, MX-Records und SPF/DKIM/DMARC-Einträge vorbereiten. Noch nicht umstellen – erst nach der Migration!
Ein Hybrid-Setup ermöglicht die schrittweise Migration einzelner Postfächer, während beide Systeme parallel laufen.
Das offizielle Tool von Microsoft für die Hybrid-Konfiguration. Konfiguriert Mail-Flow, Freigabe und Verschiebung automatisch.
Prüft, ob Exchange Online auf den lokalen Exchange zugreifen kann.
Die eigentliche Migration – Postfach für Postfach oder als Batch.
CSV-Datei mit einer Spalte "EmailAddress" vorbereiten.
Nach der Synchronisation den Batch finalisieren – danach wird das Postfach endgültig in Exchange Online aktiv.
Nach der Migration die DNS-Umstellung und Aufräumarbeiten.
MX auf Exchange Online umstellen: firma-de.mail.protection.outlook.com – Priorität 0. Den alten MX-Eintrag entfernen.
CNAME: autodiscover.firma.de → autodiscover.outlook.com
SPF-Record um include:spf.protection.outlook.com ergänzen. DKIM in der Defender-Konsole aktivieren. DMARC-Policy setzen.
Outlook erkennt die Umstellung meist automatisch per Autodiscover. Bei Problemen: Outlook-Profil neu anlegen.
Frühestens nach einer Stabilisierungsphase von 2–4 Wochen. Bei Hybrid-Setup muss mindestens ein Exchange-Server für die Verwaltung der AD-Attribute bestehen bleiben – oder auf Azure AD umstellen.